Von der Erfindung der Propaganda |bis zur Handykamera
Mit der Einführung von Propagandainstitutionen im Ersten Weltkrieg wurden die Möglichkeiten der Kriegsberichterstattung stark beschränkt: von nun an waren unabhängige Nachrichten aus dem Krieg, die nicht vom Militär kontrolliert wurden, kaum noch möglich.
Die rasche Abfolge technischer Innovationen im 20. Jahrhundert wie Photographie, Film, Fernsehen, Computer und schließlich das Internet erweiterte zwar das Spektrum der medialen Darstellungen des Krieges, erlaubte jedoch zugleich ungeahnte Möglichkeiten der Bildmanipulation und Informationssteuerung.
Erst im 21. Jahrhundert eröffnete die Handykamera es jedem Augenzeugen, Kriegsbilder und Nachrichten zu erstellen und sie über das Internet zu vertreiben. Zugleich ist es jedoch unmöglich geworden, die Authentizität von Nachrichten und Bildern aus dem Krieg zu überprüfen.
In den Sequenzen Propaganda, Radio, Film, Fernsehen, Computer und Internet werden diese Entwicklungen im 20. und 21. Jahrhundert an zahlreichen Fallbeispielen aufgezeigt und erläutert und durch künstlerische Positionen kommentiert: Wochenschauaufnahmen stehen neben der Verfilmung von Erich Maria Remarques Im Westen nichts Neues, die Live-Berichterstattung am 11. September 2001 neben aktuellen Videos auf YouTube, Robert Capas Photographien von der D-Day Landung neben Inigo Manglano-Ovalles Phantom Truck, der Materialisation einer Propagandalüge.












