Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir laden Sie herzlich ein, an folgender Veranstaltung teilzunehmen:
Eröffnung der Konferenz „Wahrheitsmaschinen“
Datum: Donnerstag, 3. September
Uhrzeit: 14 Uhr
Ort: OsnabrückHalle, Schlosswall 1, 49074 Osnabrück
Sie sind herzlich eingeladen, neben der Eröffnung auch an allen weiteren Vorträgen der Konferenz teilzunehmen. Über eine kurze Rückmeldung von Ihnen an presse@emaf.de würden wir uns freuen.
Wahrheitsmaschinen
Internationale Wissenschaftler diskutieren über die Rolle der Medien in der Kriegsdarstellung
Vom 3. bis zum 6. September 2009 diskutieren 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 8 Nationen in der OsnabrückHalle über den Einfluss technischer Innovationen auf die Darstellung des Krieges in den Medien. Die Tagung „Wahrheitsmaschinen. Der Einfluss technischer Innovationen auf die Darstellung und das Bild des Krieges in den Medien und Künsten“ wird vom Erich Maria Remarque-Friedenszentrum ausgerichtet und begleitet wissenschaftlich die große Osnabrücker Ausstellung „Bilderschlachten. 2000 Jahre Nachrichten aus dem Krieg“, die noch bis zum 4. Oktober im Museum Industriekultur, in der Kunsthalle Dominikanerkirche und im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum zu sehen ist. Kooperationspartner der Ausstellung ist das European Media Art Festival. Alle Vorträge der Tagung sind öffentlich, der Eintritt ist frei.
Ein Schwerpunkt der Vorträge und Diskussionen sind aktuelle Entwicklungen wie die Veränderungen in der Kriegsberichterstattung seit den Anschlägen des 11. September 2009 und welche Auswirkungen der „Krieg gegen den Terror“ seit 2001 auf unsere Vorstellungen vom Krieg, die Entwicklung und Struktur von Feindbildern und die Darstellung in den Medien genommen hat. Neue Medien wie beispielsweise das Internetportal YouTube oder neue Formen der Berichterstattung wie die „Embedded Journalists“ stehen ebenso im Fokus der Beiträge der Medien- und Literaturwissenschaftler, Soziologen und Praktiker wie der Einfluss von Computerspielen auf die von Fernsehen, Film und Internet verbreiteten Kriegsbilder.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der historischen Rückschau auf die Entwicklung des Kriegsbildes in den Medien seit der Mitte des 19. Jahrhunderts: Vom Krimkrieg als erster von den Massenmedien direkt begleiteter Krieg, dessen Berichterstattung von der Nutzung des neu erfundenen Telegraphen wesentlich befördert wurde, über die Erfindung der Feldpost als Bindeglied zwischen Front und Heimat in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die erstmals eine private Kriegsberichterstattung ermöglichte, bis hin zu Fotografie und Film als den prägenden neuen Medien des frühen 20. Jahrhunderts reichen die Themen der Beiträge, die sich sowohl im Überblick als auch an Hand von Einzelbeispielen der Entwicklung der Kriegsberichterstattung widmen. Ob angesichts der technischen Entwicklung der Medien seit dem 19. Jahrhundert die „Wahrheit verdeutlicht oder vertuscht“ (Vortragstitel) wurde oder gar das Resümee lauten muss „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit des Kriegsgeschehens“ (Vortragstitel), sind die zentralen Fragen, denen sich alle Vorträge aus unterschiedlichen Perspektiven und Disziplinen nähern werden.
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Stell dir vor, es ist Krieg - und jeder sieht hin
Neue und ungewöhnliche Blickwinkel auf die Kriegsberichterstattung von der Antike bis zur Gegenwart zeigt die Ausstellung »Bilderschlachten - 2000 Jahre Nachrichten aus dem Krieg«. Sie bietet erstmals eine Zusammenstellung von Exponaten aus den Bereichen Technik - Medien - Kunst. Wie hat die technologische Entwicklung das Bild vom Krieg verändert? Warum sind Kriegsberichte so erfolgreiche Konsumgüter?
Im Museum für Industriekultur Osnabrück, in der Kunsthalle Dominikanerkirche und im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum werden diese Fragen seit dem 22. April beantwortet. Die vom European Media Art Festival dazu ausgewählten internationalen Künstlerinnen und Künstler begegnen den veröffentlichten Wahrheiten aus dem Krieg mit großen Zweifeln. Kontrovers und widerspenstig setzen sie sich mit den angeblich authentischen Medienberichten auseinander.
Die Ausstellung zeigt, dass in den Köpfen der Betrachter weniger "Bilder von Schlachten" als eher "Bilderschlachten" entstehen.
Die Ausstellung besteht aus drei Teilen. In jedem der drei Häuser sind künstlerische, technische und historische Exponate zu den einzelnen Stationen versammelt. Wie sich die Bilder vom Krieg durch die Entwicklung der Medien verändert haben, zeigen historische Dokumente, technische Exponate, Filme und Fotografien. Aus dem künstlerischen Bereich sind Installationen, Collagen, Skulpturen und interaktive Arbeiten zu sehen.
Wenn Sie weitere Informationen benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden:
Karoline Kraut
Tel. 0541/ 216 58
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Ausstellungsplakat "Bilderschlachten" |
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Pressemitteilung vom 18.02.2009 |
Pressemitteilung vom 18.02.2009 (Kurzversion) |
Künstlerliste |
Kompaktinfos (fact sheet) |
Download: Pressebilder Medienkunst
Mischa Kuball: „CNN“, D 2009 |
Evelina Rajca: „Lockvogel“, D 2009 |
Martha Rosler: „Bringing The War Home“, USA 2004-2008 |
Lida Abdul: "In Transit", Afghanistan 2008 |
afghanischer_kriegsteppich.jpg Sammlung Mohm: "Afghanische Kriegsteppiche", AF 1980-2002 |
Download: Pressebilder Geschichte/Technik
Die verlorene Tankschlacht der Engländer bei Cambrai. Zerstörter englischer Tank bei Rumilly. Fotografie, Bild- und Filmamt, 1916-1918 |
Heinrich_Graf_Prinz_Friedrich_Carl_Dueppeler_Muehle_1864.jpg Deutsch-Dänischer Krieg 1864. Heinrich Graf, Prinz Friedrich Carl an der Düppeler Mühle |
Eyemo Camera 71 Q aus den Beständen des US Army Signal Corps. Bell & Howell, Chicago, um 1940. Foto: Erich Maria Remarque-Friedenszentrum Osnabrück |
Kriegsfotograf Hermann Rex filmt verwundete französische Soldaten aus der Schlacht an der Somme, 1916. Foto: Erich Maria Remarque-Friedenszentrum Osnabrück |
Frank Hurley: The Morning after the first battle of Passchendale, 1917 |










